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Angehörige von Pflegeheim-Bewohner berichten von gravierenden Vorfällen. So wurden Knochenbrüche oder Erkrankungen zu spät bemerkt. Als Angehörige sich wehren, werden sie als Nörgler abgestempelt. «Kassensturz» zeigt: In vielen Heimen ist das Personal überfordert und die Kontrollen sind rar.Nach einem Schlaganfall verbrachte die Mutter von Erica Egger ihre letzten Jahre in Pflegeheimen. Einen Grossteil davon im Alters- und Pflegeheim «Madle» in Pratteln. An diese Zeit hat ihre Tochter Erica Egger ungute Erinnerungen. «Es kam mehrfach zu gravierenden Vorfällen in der Pflege meiner Mutter», erzählt sie dem Konsumentenmagazin «Kassensturz».
So erlitt ihre Mutter in der Zeit vier Blasenentzündungen. «Ich musste das Personal jedes Mal darauf aufmerksam machen, niemand hatte die Entzündungen bemerkt.»

«Kassensturz» und «Espresso» haben darüber berichtet: Viele Heimbewohner werden schlecht betreut, ihr Alltag ist schier unerträglich. Dass es nicht läuft wie es sollte, zeigten auch die vielen Fragen im Expertenchat und die Reaktionen im Internetforum.
«Espresso» hat mit Albert Wettstein, Alt-Stadtarzt und Leiter der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter UBA, die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Expertenchat zusammengefasst. Auffallend ist, dass sich viele Pflegende gemeldet haben. Sie berichteten, dass in ihrem Heim ebenfalls Missstände herrschen und sie dies auch den Vorgesetzten gemeldet hätten. Doch es passiert nichts.

Radio Sendung: