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Interaktives Theaterprojekt für den positiven Umgang mit älteren Menschen

Gewalt im Alter

Gewalt in jeder Form im Alter ist ein Phänomen unserer Gesellschaft, dessen Ursprung vielfältig und mehrdimensional ist. Die Situationen, in denen Gewaltanwendung festgestellt wird, sind meistens sehr komplex und nicht fassbar. Missbräuche, Vernachlässigungen und andere Formen von Gewalt erfolgen häufiger aus Verzweiflung und Erschöpfung als mit Absicht. Gewalt ist zum Teil auch strukturell bedingt. Oft wissen Betroffene gar nicht, wo sie Hilfe suchen könnten oder getrauen sich nicht, um Entlastung zu bitten. Gewalt gegen ältere Menschen ist letztendlich Ausdruck einer Menschenrechtsverletzung. Menschenrechte sind die Grundlage einer jeden demokratischen und freiheitlichen Ordnung, sie sind in unserer Bundesverfassung verankert. Sie zu achten und zu schützen ist nicht nur Verpflichtung aller staatlichen Gewalt, sondern auch moralische Aufgabe eines jeden Bürgers. Wird gegen Grundgesetze verstoßen, ohne dass eine staatliche Institution sich mit aller Kraft dagegen wehrt, verliert sie ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Gemeinschaft. Das vorliegende Tabuthema wirft komplexe, schwierige und unbequeme Fragen auf, die wir nicht ignorieren dürfen.

Theatrale Umsetzung

Die eigens geschriebenen authentischen Szenenkreisen zentral um den Themenkomplex «Macht und Ohnmacht». Einerseits um die Ohnmacht und
Hilflosigkeit, die Beteiligte, Betroffene und Pflegende in Gewaltszenen spüren. Andererseits zeigen sie Handlungen, in denen die Betreuenden die von ihnen abhängigen pflegebedürftigen Personen ignorierend, bevormundend, teilweise auch unnötig verletzend und aggressiv behandeln, oder wie Betreuende selbst zum Opfer wenig wertschätzender oder aggressiver alter Menschen werden. Im ersten Teil bezieht «Wie im Himmel» auf fundierte, provokative und humorvolle Art zum vorliegenden Thema unmissverständlich Stellung. Im unmittelbar daran anschliessenden interaktiven Teil, wird das Publikum durch gezielte Moderation motiviert, die Handlungsweisen der Figuren auf der Bühne nach den eigenen Vorstellungen zu verändern. Es greift aktiv ins Bühjnengeschehen ein, probiert andere Sichtweisen und Lösungsansätze also gleich vor Ort aus, und erlebt so die Folgen des eigenen Handelns.

Flyer zum Theaterstück